Durch vielfältige Altersbilder nicht nur gesünder, sondern auch länger leben: Vortrag zum Forschungsprojekt KImAge
Durch vielfältige Altersbilder nicht nur gesünder, sondern auch länger leben: Vortrag zum Forschungsprojekt KImAge, der Hochschule Furtwangen, motiviert die Gäste
beim Vortrag im Generationentreff LEBENSWert und regt an, den Blick aufs Alter(n) zu verändern.
Im Forschungsprojekt ‚KImAge‘ unter Leitung von Professorin Klusmann-Weißkopf (Hochschule Furtwangen) fotografieren die Teilnehmenden in ihrem Alltag Begegnungen mit
dem Älterwerden und Altsein – Die Stadt Bad Dürrheim und der Generationentreffunterstützen das Projekt und motivieren zur Teilnahme.
Am vergangenen Dienstagabend, 23.03.2026 informierte Denise Künstler, Forscherin im Projekt KImAge, über das Thema Altersbilder unter dem Titel „Alt? Ich doch nicht! – Wie
unsere Haltung das Altern verändert“. Seit 20 Jahren forscht die Gesundheitspsychologin und Studienleiterin Prof. Dr. Verena Klusmann-Weißkopf zum Thema Altersbilder. Wer die
positiven Seiten des Älterwerdens in den Blick nimmt, lebt bis zu 13 Jahre länger. Am Abend werden auch Daten aus einer jüngst erschienenen US-amerikanischen Studie vorgestellt:
45% von über 11.000 untersuchten Menschen über 65 Jahre verbesserten sich in einem Zeitraum von 12 Jahren in kognitiven und körperlichen Leistungen. Das widerspricht klar der
Vorstellung vom Alter als Zeit von Abbau und Gebrechlichkeit. Die Studie zeigte auch: Positive Altersbilder erhöhten signifikant die Chance auf diese Verbesserungen.
„Besonders eindrücklich ist die Gefahr für Demenz, die aus negativen Altersbildern entsteht. Auch deshalb müssen wir die Vielfalt von Altersbildern sichtbar machen“, so Denise Künstler.
In den Fotos für das Projekt KImAge soll alles festgehalten werden. Die Frage lautet: Wo begegnet Ihnen das Älterwerden? Gewollt sind Fotos von Alltagssituationen, von Aktivitäten,
Begegnungen, Menschen, Natur, allem, was Menschen mit dem Thema verbinden und erleben.
Alle Menschen ab 18 Jahren aus Bad Dürrheim und der Region sind aufgerufen, Fotos zu teilen. Für jedes Bild wird einzeln angegeben, ob es auch öffentlich gezeigt werden darf. Ein
zusätzlicher Ansporn: Besonders aussagekräftige Fotos werden mit einer Reise prämiert. Die Gäste der Vortragsveranstaltung verließen den Generationentreff beschwingt und
nachdenklich zugleich. Angelika Strittmatter, Geschäftsführerin des Generationentreff LEBENSWert e.V. fasst zusammen, „Wir freuen uns auf eine weitere und vertiefende
Zusammenarbeit. Freuen Sie sich außerdem auf erste Einblicke in die Studie mit einer kleinen Fotoausstellung bei uns im Haus. Wir möchten damit ein klares Zeichen gegen
Altersdiskriminierung und für Alternsfreundlichkeit in unserer Stadt setzen!“
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